Wohin mit dem Rest?

Das Problem kennst Du sicherlich auch: Sie entstehen bei fast jedem Nähprojekt. Sind die Fetzen nicht nur ein paar Zentimeter klein sondern etwas größer,  dann hebt man sie auf mit dem guten Vorsatz, später noch etwas anderes daraus zu machen. So ensteht mit der Zeit ein Haufen — vielleicht  sogar eine ganze Kiste — voller Stoffreste.

Wenn Du ganz ehrlich zu Dir bist, dann passen die meisten dieser Reste nicht so gut zusammen. Und von denen die sehr gut harmonieren, hast Du viel zu wenig Stoff um ein sinnvolles Projekt zu starten. Also wartest Du bis sich mehr Reste ansammeln, die zu den vorhandenen Fetzen passen. Das dauert natürlich.

Hat man endlich mal genügend Stoffe zusammen, die zueinander passen und ausreichend Stoff hergeben für ein Patchworkkunstwerk, dann haben sich in der Zwischenzeit so viele neue Reste angesammelt, dass von Verwertung keine Rede sein kann. Es werden immer noch mehr Reste produziert.

In dieser Artikelreihe stelle ich dir vor, was man mit den Stoffresten alles machen kann. Beginnen wir zunächst mit den einfachsten Arten Reste loszuwerden.

Stoffreste wegschmeißen

Ich gebe zu, dass ich das früher meist gemacht habe, wenn ich mit den Resten einfach nichts mehr anfangen konnte. Der Kram ist weg und man fühlt sich erleichtert. Einzig ein leichtes schlechtes Gewissen nagte an mir, dass man doch noch was hätte machen können…

Stoffreste verschenken

Die Stoffreste wieder zu verwerten ist praktisch immer mit Aufwand verbunden. Also könnte man sie jemandem schenken, der Spaß daran hat. Ob die Person die Reste tatsächlich verwendet oder auch nur wegschmeißt, kann man natürlich nicht wissen, aber zumindest muss man nicht mehr selbst die Reste horten.

Vorschau

In den nächsten Artikeln geht es dann um Patchwork, Restevermeidung, das Restekissen — die ultimative Lösung für Faule und auch verrücktere Ideen, wie zum Beispiel Wolle aus Stoff herzustellen.

Wie ist es bei Dir? Welche Möglichkeiten nutzt Du um Stoffreste loszuwerden? Ich freue mich über Ergänzungen und Erfahrungsberichte.

Kleine und große Projekte … und der nötige Überblick

Wie man vielleicht merkt ist mir momentan mehr nach schreiben als nach Nähen zumute. Grund dafür ist teilweise der Frust über meine missglückte Hose. 🙁 Dafür nehme ich mir nun mal die Zeit ein bischen aus dem Nähkästchen zu plaudern, wie ich meine Ideen für Nähprojekte sammle und (mehr oder weniger) ordne. Grund dafür ist, dass ich vor ein paar Wochen das Buch von Barbara Sher „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“ gelesen habe.

In dem Buch geht es darum, wie Menschen die vielseitig interessiert sind (Barbara Sher nennt sie „Scanner“), ihrer vielen Ideen Herr werden können und es so schaffen mehr ihrer vielen Ziele zu erreichen. Ein sehr lesenswertes Buch.

Was mir am besten gefallen hat, war der Vorschlag von Frau Sher ein Projektbuch anzulegen. In dieses Projektbuch kommen sämtliche Ideen rein, die einem so in den Kopf kommen. Egal wie blöd es einem vorkommen mag. Es ist sozusagen ein privater Ideenschatz. Eine großartige Idee, fand ich. Also besorgte ich mir ein DIN A4 Buch und kritzelte sofort meinen ersten Eintrag.

Danach übertrug ich sämtliche alte Ideen aus meinem Nähideensammelbuch in das neue große Buch indem ich die Seiten dort einklebte. Es ist nämlich so, dass ich schon vorher meine Ideen für Nähprojekte in einem kleinen DIN A5 Buch gesammelt hatte. Allerdings nur die Ideen, die mir „sinnvoll“ oder „gut“ vorkamen. Nun wirklich jede noch so merkwürdige Idee zu sammeln fand ich spannend. Wer weiß ob der Müll von gestern mich morgen vielleicht zu etwas noch besserem inspiriert?

Außerdem gefiel mir das große Format welches Barbara Sher vorschlug. Auf DIN A4 kann man sich noch viel mehr austoben und kann mehr Informationen zu einer Idee sammeln ohne blättern zu müssen. Das passierte mir bei dem kleinen Buch nämlich öfters. Als ich das neue Buch in Händen hielt, fragte ich mich ständig, warum ich nicht vorher darauf gekommen war einfach ein großes Buch zu nehmen. Man muss es ja nicht mit sich herumschleppen. Für unterwegs tut es auch ein kleines und man überträgt die Ideen dann oder klebt die kleinen Seiten einfach ein.

Inzwischen hat sich mein Projektbuch schon ganz gut gefüllt und ich freue mich darauf ein paar Ideen davon umzusetzen.

Wie ist es bei euch? Sammelt ihr überhaupt Ideen und wenn ja, wie geht ihr dabei vor? Ich freue mich über Anregungen zu dem Thema.

Ein frustrierter Beitrag

Ihr wurdet gewarnt: Ich bin frustriert und muss es mal loswerden. Man bekommt ja im Internet — gerade auf Blogs — oft den Eindruck die Schreiberlinge würden immer alles richtig machen. Man postet ja schließlich nur die Erfolgserlebnisse. 😉 Ich mache das heute mal anders, denn ich muss mich abreagieren.

Ich bin dabei mir eine Hose zu nähen. Für mich ist es ein großes Projekt, das mir viel Spaß macht. Zwei Probehosen hatte ich schon genäht bevor ich mich nun an die machte die „richtige“ Hose zu nähen. Einen wunderschönen dunkelblauen Cordstoff hatte ich mir gekauft. Außerdem sollte grüner Stoff und Stickereien die Hose verzieren.

Es lief wunderbar. Bis heute. Da nähte ich den Bund der Hose fertig. Dann probierte ich sie an und … sie ist viel zu weit. Arghl… „Gut“ dachte ich mir, „dann nähst du eben noch Gürtelschlaufen dran und musst einen Gürtel tragen.“

So weit so gut. Doch dann bemerkte ich, dass im Schritt bereits der Stoff gerissen ist. Ich weiß nicht wann das passiert ist, denn ich habe die Hose bisher nur ein duzend Mal angezogen (um zu gucken ob sie passt — haha). Wahrscheinlich war der Stoff einfach zu dünn für eine Hose. Grrrr…. das ist so ärgerlich! 🙁

Aber was hilft’s. Ich werde wohl in den sauren Apfel beißen müssen und nochmal von vorn anfangen. Dieses Mal um einige Erfahrungen reicher:

  • Für Hosen unbedingt festen Stoff nehmen, der nicht leicht reißt.
  • Vor dem Annähen des Bundes nochmal prüfen ob die Hose auch gut um den Bauch sitzt. Notfalls nochmal Abnäher machen.

Faschingskostüm

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Dieses schicke Tiger-Kostüm hat Claudia mit einfachen Mitteln selbst gemacht:

Hier die „Zutaten“:

  • Jogginghose (orange oder weiß)
  • T-Shirt (orange oder weiß)
  • Färbemittel (orange)
  • Stoffmalfarbe (schwarz)
  • Tigerohren, -schwanz und -fliege (gibt’s z.B. bei eBay)

Und so geht’s:

Mit dem Färbemittel das T-Shirt und die Jogginghose orange färben sofern man keine orangenen finden konnte.

Dann mit der Stoffmalfarbe Streifen auf Oberteil und Hose malen. Das muss man in mehreren Schritten tun damit die Sachen zwischendrin trocknen können.

Den Tigerschwanz an die Hose annähen. Am besten mit einem elastischen oder ZickZack-Stich. Die Jogginghose ist aus elastischem Stoff und man vermeidet damit, dass der Faden reißt.

Fertig ist der süße Tiger.

Gefütterte Kinderhose mit Käfern

Hier ist nun die zweite Kinderhose die ich aus dem Schnittmuster „Dortje“ von Farbenmix genäht habe. Wieder mit Futter und wieder etwas zu groß, aber Kinder wachsen ja schnell. 🙂

Bei dieser Hose habe ich mich außerdem mal an Verzierungen gewagt. Ich bin sonst bei Webbbändern, Schrägband und Borten nicht so geübt. Aber für diese Hose habe ich es mal versucht, damit man sieht, dass sie von einem Mädchen getragen wird. 😉

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Gefütterte Kinderhose mit bunten Buchstaben

Zum Geburtstag habe ich ein Buch mit Schnittmustern für Kinderklamotten bekommen (Danke Vivvie! 😉 ) und wunderschönen Stoff (Danke Claudi und Anja ;-)).

gefütterte Kinderhose "Dortje" von Farbenmix
gefütterte Kinderhose „Dortje“ von Farbenmix

Und daraus wurde dann unter anderem diese Kinderhose. Das Schnittmuster ist von Farbenmix und heißt „Dortje“. Ich habe die Raffung weggelassen und ein Futter eingenäht. Das macht die Hose dicker und herbsttauglicher. Leider ist sie etwas groß geraten. Aber die Maus wird ja reinwachsen. 🙂

Weil der Schnitt so toll ist und noch mehr Kinderstoff wartete, habe ich gleich noch eine genäht die ich aber noch fotografieren muss. 😉

Kaputten Body retten — T-Shirt nähen

Vorher: Body
Vorher: Body

Dieser wunderschöne, selbst genähte Body hatte ein Problem: Die Druckknöpfe waren unbenutzbar. Ich weiß nicht warum, aber sie ließen sich nicht mehr schließen. Und weil ich keine anderen Jerseydruckknöpfe hatte und keine Lust hatte die alten mühsam heraus zu wurschteln, bin ich dem Rat einer Freundin gefolgt und habe aus dem Body ein T-Shirt gemacht.

Es war wirklich leicht. Ich habe den unteren Teil kurz vor dem Beginn des unteren Bündchens abgeschnitten. Dann den unteren Rand umgebügelt und mit einem elastischen Stich einmal rundherum festgenäht. Fertig ist der neue Saum und somit das T-Shirt. 🙂

Nachher: T-Shirt
Nachher: T-Shirt

Eins, zwei, drei… Mützen

Hui das geht aber schnell! Ich habe letzte Woche zu meinem Erstaunen festgestellt, wie schnell und leicht es ist, Mützen zu nähen — also Beanies, die eigentlich nur ein Stofffetzen auf dem Kopf sind. 😉 Genau das richtige für das manchmal noch kühle Frühlingswetter.

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Claudia hat mich auf die Idee gebracht und wollte gern eine solche Mütze haben. Eine Anleitung war schnell gefunden. Es gibt einige davon, aber die Beschreibung und das kostenlose Schnittmuster von „Hamburger Liebe“ hat mir besonders gut gefallen. Ich habe es nur ein bisschen angepasst, weil ich keine Wendemütze wollte und auch keine Applikationen verwendet habe.

Da mir das Ergebnis so gut gefiel, habe ich dann gleich drei Mützen gemacht, so dass die ganze Familie jetzt im Partnerlook den Frühling genießen kann. 😀

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Schlüsselband II

Erinnert ihr euch an mein Schlüsselband? Es ist kaputt gegangen. 🙁 Der Verschluss ist dahin. Schade, aber das Band ist noch in Ordnung und lässt sich bestimmt wieder verwenden.

Da kam mir eine passende Idee. Ihr kennt das sicherlich: Man fährt in den Urlaub und bittet liebe Nachbarn die Katzen zu füttern, Blumen zu gießen usw. Dazu brauchen sie einen Schlüssel. An diesem Schlüssel kann man ja auch ein kurzes Band anbringen, damit die Nachbarn gleich wissen: „Aha, der Schlüssel gehört zu den Katzen“ 😉

Also habe ich das alte Schlüsselband (mal wieder) auseinander geschnitten, gekürzt und um einen einfachen Schlüsselring gelegt und zugenäht. Mit einem Webband (wie hier) oder einem gestickten Text kann man den Schlüssel „beschriften“ und kein Nachbar fragt sich mehr wem der herrenlose Schlüssel gehört.

Vorher (unten) und Nachher (oben).
Vorher (unten) und Nachher (oben).