Löcher flicken mal anders

Heute zeige ich euch, wie man mit Löchern in T-Shirts auch umgehen kann: indem man sie mit einem Motiv verschönert:

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Ihr kennt das Problem vermutlich alle: Günstig gekaufte T-Shirts weisen schon nach wenigen Wäschen kleine Löcher auf. Es gibt verschieden Theorien wie die Löcher da rein kommen. Mir erscheint es am wahrscheinlichsten, dass die Stoffe keine besonders gute Qualität haben. So oder so, ist es sehr ärgerlich und das Loch war eben nun mal da.

Da ich sowieso die „reverse appliqué“ Technik ausprobieren wollte, die ich beim Surfen entdeckt hatte, nahm ich ein Shirt mit eben so einem Loch. Ich klemmte es in meinen Stickrahmen mit einem passenden Musterstoff darunter und stickte fröhlich drauf los. Das Motiv hatte ich übrigens vorher grob auf Papier entworfen. Als alle Umrisse fertig waren, schnitt ich den dunkelblauen oberen Stoff innerhalb der Motive aus, so dass der Musterstoff darunter zum Vorschein kam. Dann musste ich nur noch auf der Rückseite den Musterstoff kleiner schneiden und versäubern. Fertig war das neue, alte T-Shirt ohne Loch. 🙂

Gemeinsam macht’s mehr Spaß

Dieser Beitrag schwirrt schon länger in meinem Kopf herum. Vor zwei Wochen habe ich einen sehr inspirierenden TED-Talk gesehen in dem es um die längste Studie der Welt ging, die sich mit der Frage nach einem erfüllten Leben beschäftigte. Was brauchen wir Menschen um am Ende unseres Lebens sagen zu können, wir hatten ein erfülltes Leben? Ist es Einfluss, Macht, Ruhm oder Geld? Ihr erahnt die Antwort sicher: Diese Dinge sind es nicht, die uns glücklich machen. Die Antwort war überaschend einfach: Es sind gute Beziehungen zu anderen Menschen, die über Smalltalk hinaus gehen. Wobei Smalltalk auch seine Berechtigung hat. Irgendwie muss man ja mit Unbekannten oder nicht-so-vertrauten Menschen ein Gespräch führen können. 😉

Warum erzähle ich das? Weil ich gemerkt habe, dass Handarbeiten eine wunderbare Möglichkeit bietet mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen oder zu bleiben. Man kann etwas erledigen (Socken stopfen, Jeans flicken) und sich nebenbei unterhalten. Seit gut einem Jahr treffe ich mich ungefähr einmal im Monat mit Freundinnen, die stricken, nähen oder irgendwas anderes machen und wir sitzen zusammen, werkeln und quatschen.

Die Idee kommt nicht von mir sondern ich habe sie mir von meinem Bruder abgeguckt. Als ich von ihm hörte, dass er sich in seinem Garten mit Freunden trifft und sie gemeinsam Rüstungen für ihre Rollenspiele herstellen war ich ganz neidisch, denn ich wohne weit weg und wäre so gern dazu gekommen. Es klang so toll. Und dann dachte ich mir: warum machen wir das nicht auch? Es braucht ja nicht viel. Nur Zeit und Freunde. Es macht so viel Spaß und man lernt immer wieder etwas neues dazu.

Egal ob ihr näht, strickt, malt oder irgendeinen anderen Zeitvertreib habt: Sucht euch Leute, die ihr gern um euch habt und verbringt Zeit zusammen.

Es lohnt sich. 🙂